Burnout: Ursachen, Symptome & Tipps

Du fühlst dich vom Burnout bedroht? Damit bist du nicht allein! Laut einer Studie der pronova BKK fühlt sich jeder Zweite davon bedroht. 60 Prozent der Arbeitnehmer leiden unter den typischen Burnout-Symptomen. Neben den Ursachen und Symptomen gebe ich dir fünf Tipps zur Abhilfe.

Allgemeines zum Burnout

Symbolbild für Burnout
Symbolbild für Burnout (Pixabay: geralt)

Chronischer Stress führt früher oder später zum Burnout. Durch den dauerhaften Stress kommt es zur schweren und andauernden Erschöpfung. Zudem wird eine innere Leere empfunden. Auch findet ein sozialer Rückzug statt. Die Arbeit wird als sinnlos angesehen.

Das Thema Burnout ist eine längerfristige Angelegenheit. Es reicht nicht, nur eine Kleinigkeit im Leben zu ändern. Auch passives Abwarten bringt nichts. Vielmehr ist es nötig, aktiv die Ursachen zu finden und zu beseitigen.

Ursachen für Burnout

Im Allgemeinen werden beim Burnout die eigenen Kräfte überschätzt. Betroffene kämpfen immer weiter gegen die eigene Erschöpfung und Müdigkeit an. Sie geben meist erst auf, wenn der Alltag nicht mehr zu bewältigen ist.

Beruf als Ursache für Burnout
Beruf als Ursache für Burnout (Pixabay: Free-Photos)

Meist ist der Beruf die Ursache für einen Burnout. Wenn die Arbeit zu anstrengend ist, dann leidet die Erholung. Wenn der Stress nicht abgebaut wird, dann ist chronischer Stress die Folge. Auch Multitasking kann zu Stress und sogar zu einem Burnout führen. Die Gedanken springen dann hin und her. Innere Unruhe ist die Folge.

Prinzipiell können Angehörige aller Berufsgruppen einen Burnout erleiden. Wichtig ist neben der tatsächlichen Belastungen, ob der Beruf zu einem selbst passt. Wenn du im falschen Beruf bist, dann machst du diesen ungerne und fühlst dich gestresst.

Durch den Mangel an Erholung lässt die Leistungsfähigkeit nach. Dadurch arbeiten die Betroffenen meist noch mehr. Sie wollen ihr Pensum weiterhin schaffen. Daher nehmen sie sich weniger Zeit zum Ausgleich. Die Folge: Die Leistungsfähigkeit sinkt weiter und weiter. Ein Teufelskreis entsteht.

Aber auch andere Belastungen können zum Ausbrennen führen. Beispiele sind die Pflege von Angehörigen und stressige Beziehungen zu Mitmenschen.

Veränderungen im Leben führen oft zu Stress. Wenn es im beruflichen oder privaten Bereich neue Umstände gibt, kommen neue Anforderungen auf einen zu. Dadurch ist das Potenzial für Konflikte und Probleme erhöht. So entsteht Stress. Langfristig ist hier ein Ausbrennen möglich, wenn keine Lösungen gefunden werden.

Symbolbild für Burnout
Burnout durch Multitasking (Pixabay: geralt)

Burnout-Symptome

Woran kann man einen drohenden Burnout erkennen? Hier eine Liste mit zwölf typischen Symptomen:

  • Das Abschalten und Entspannen fällt schwer
  • Keine Zeit mehr für Ausgleich und Entspannung nehmen
  • Konzentrationsprobleme
  • Gefühle der Erschöpfung und Müdigkeit
  • Leichte Reizbarkeit
  • Hobbys und soziale Kontakte vernachlässigen
  • Innere Unruhe und Hetze
  • Gefühl der Sinnlosigkeit und Leere
  • Unruhiger Schlaf
  • Probleme mit dem Einschlafen
  • Lustlosigkeit und geringe Motivation
  • Die Arbeit bereitet keine Freude mehr, sondern stresst nur noch

Wichtig sind diese zwei Aspekte:

  • Welche der Symptome kann ich an mir beobachten?
  • Gab es eine spürbare Zunahme im Laufe der Zeit?

Übrigens benötigt es nicht fünf oder gar zehn dieser Symptome, um vom Ausbrennen bedroht zu sein. Schon bei ein oder zwei Anzeichen lohnt sich eine Erforschung der Ursachen. So kannst du bereits frühzeitig gegensteuern.

Entspannung fällt zunehmend schwerer

Das erste Symptom der obigen Liste ist besonders wichtig. Wenn das Abschalten und Entspannen schwer fällt oder gar nicht mehr klappt, können die Folgen weitreichend sein. Wenn wir am Feierabend oder Wochenende geistig noch auf der Arbeit sind, hat das natürlich Auswirkungen auf das Privatleben.

Die Beziehungen zu unseren Mitmenschen leiden, wenn wir nicht wirklich für sie da sind. Das kann wiederum weitere Folgen haben. Konflikte und Streitigkeiten sind möglich. Im Extremfall kann es sogar zu einer Trennung kommen.

Auch Probleme mit dem Einschlafen und Durchschlafen sind eine mögliche Folge. Die Gedanken an die Arbeit halten uns wach. Unser Gehirn versucht diese zu verarbeiten und kann folglich kaum zur Ruhe kommen.

Wo beginnt Burnout?

Es gibt keine klare Abgrenzung, ab wann man als ausgebrannt gilt. Der Übergang von Stress hin zu einem Burnout ist fließend. Es liegt im Ermessen des Arztes, ab wann er diese Diagnose ausstellt.

Generell lässt sich folgendes sagen: Wenn viele Symptome vorhanden sind, diese stark ausgeprägt sind und über mehrere Monate hinweg anhalten, kann man von einem Burnout sprechen.

Tipps gegen Burnout-Symptome

#1: Unerledigtes und Probleme schriftlich notieren

Notizen machen
Notizen machen (Pixabay: Free-Photos)

Kurz vor dem Feierabend lohnt es sich, den aktuellen Stand der Aufgaben zu notieren. Schreibe dir auf, womit du aktuell beschäftigt bist. Auch Unklarheiten und Probleme solltest du aufschreiben. Schreibe einfach alles auf, was dir in Bezug auf die Arbeit in den Sinn kommt.

Mit dieser Technik fällt dir das geistige Loslassen der Arbeit einfacher. Schließlich brauchst du dir dann keine Sorgen mehr zu machen, irgend etwas wichtiges zu vergessen. Wenn Gedanken an die Arbeit aufkommen, kannst du diese beruhigt loslassen.

#2: Entspannungstechniken einsetzen

Entspannung zum Stressabbau
Entspannung zum Stressabbau (Pixabay: Pexels)

Generell empfehle ich den Einsatz von Entspannungstechniken. Dadurch kannst du wirksam Stress abbauen. So wirst du entspannter und steigerst deine Gelassenheit. Übungen zur Entspannung sollten regelmäßig praktiziert werden. Empfehlenswert ist mindestens einmal täglich. Beispiele sind die Progressive Muskelentspannung und das Autogene Training.

Drei Zeitpunkte bieten sich besonders an:

Morgens nach dem Aufstehen: Hier sind wir in der Regel noch entspannt. Durch Entspannungsübungen kannst du diesen Zustand weiter vertiefen.

Nach dem Feierabend: Hier lohnen sich Entspannungstechniken ebenfalls. Der Übergang von der Abend hin zur Freizeit wird angenehmer, da du besser abschalten kannst.

Vor dem Schlafen: Auch direkt vor dem Einschlafen lohnen sich Entspannungsübungen. Die Übungen kannst du direkt im Bett ausführen, mit dem Einschlafen als Ziel.

#3: Ursachen finden und beseitigen

Auslöser für Burnout-Symptome finden
Auslöser für Burnout-Symptome finden (Pixabay: geralt)

Es ist wichtig, die Ursachen der Symptome zu finden. Der erste Schritt ist die Bewusstmachung. Erst wenn du die Gründe kennst, kannst du diese aus der Welt schaffen.

In welchen Situationen verspürst du die typischen Stress-Symptome? Oft sind es Bauchschmerzen, ein Wärmegefühl und innere Unruhe. Informiere dich über häufige Auslöser für Stress. Wenn du diese kennst, dann fällt es dir leichter, die typischen Ursachen für Stress zu erkennen. Auch eigene Werte wie Leistung und Perfektion können den Stress verstärken.

Wenn du die Ursachen kennst, kannst du eine Lösung finden. Hier hilft das Gespräch mit anderen Personen. Jeder Mensch hat andere Sichtweisen. Daher kannst du durch ein kurzes Gespräch Lösungen finden, auf die du allein nie kommen würdest.

An dritter und letzter Stelle kommt die eigentliche Umsetzung der gefundenen Lösung. Hierbei kann es bedingt durch die Änderung kurzzeitig zu mehr Stress kommen. Jedoch lohnt es sich, wenn dadurch die Situation langfristig besser wird.

#4: Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress erhöhen

Resilienz gegenüber Stress verbessern
Resilienz gegenüber Stress verbessern (Pixabay: nadjadonauer)

Die Fähigkeit zum Widerstand gegenüber Stress wird als Resilienz bezeichnet. Manche Menschen können Probleme und Krisen besser bewältigen als andere Menschen. Sie werden natürlich auch mit Krisen und Problemen konfrontiert. Jedoch haben sie Fähigkeiten entwickelt, um Herausforderungen angemessen zu bewältigen.

Jeder kann seine Resilienz verbessern. Forscher haben die sieben Säulen der Resilienz entwickelt. Darunter befinden sich Faktoren wie Optimismus, Akzeptanz und die Orientierung an der eigenen Zukunft. Bei resilienten Menschen sind diese Faktoren besonders stark ausgeprägt. Deshalb können sie Krisen schneller als andere Menschen überwinden.

#5: Professionelle Hilfe

Professionelle Hilfe beim Burnout
Professionelle Hilfe beim Burnout (Pixabay: granderboy)

Wenn du mehrere der Symptome an dir beobachtest und diese über einen längeren Zeitraum auftreten, dann ist professionelle Hilfe angebracht.

Ein Besuch beim Arzt oder Psychiater ist sinnvoll. Dieser kann in einem Gespräch mit dir die Ursachen herausfinden. Außerdem kann er bei Bedarf eine Therapie verordnen. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Therapie.

Falls du noch keinen Experten an der Hand hast, dann ist der eigene Hausarzt eine sinnvolle Anlaufstelle.

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