Stressoren: Häufige Auslöser für Stress

Stressoren sind die Verursacher für Stress. Stress kann in den unterschiedlichsten Situationen und Umständen ausgelöst werden. In der Folge lösen die Stressoren eine Stressreaktion aus. Es gibt bestimmte Auslöser für Stress, die besonders häufig auftreten. Diese stelle ich in diesem Artikel vor.

Stressoren sind Wachstumsreise

Die Stressoren sind an und für sich nichts schlechtes. Stressoren ermöglichen uns das Erlernen von neuen Fähigkeiten. Entscheidend ist die für uns passende Dosierung. Häufigkeit, Dauer und Intensität sollten also zu uns passen.

Der Wegfall von Stressoren wäre schlecht für uns. Langfristig wären Langeweile und Stillstand die Folge. Wir würden uns nicht mehr weiterentwickeln und auf dem bisherigen Stand verharren.

Ziel ist es, dass Anspannung und Entspannung ausgeglichen sind. Ein passender Vergleich ist hier der Sport. Die richtige Dosis an Sport ist gesund. Übertraining hingegen ist schädlich für die eigene Leistung. Der Körper kann sich dann nicht genug erholen. Zuwenig Sport und Bewegung sind ebenfalls nicht optimal für uns.

Außerhalb des Sports ist es jedoch das gleiche. Auch hier brauchen wir genug Erholung, um uns gut zu fühlen und um Leistungsfähig zu bleiben. Bei chronischem Stress sinkt das Wohlbefinden. Wir fühlen uns dann dauerhaft gehetzt und unter Strom. Auch die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit werden negativ beeinträchtigt. Die langfristige Folge ist ein Burnout und sonstige Erkrankungen.

Stressoren sind die Auslöser für Stressreaktionen

Stressoren sind die Auslöser für Stressreaktionen. Dabei wird die Stressreaktion oft bei Unsicherheit ausgelöst. Unsicherheit darüber, ob die eigenen Fähigkeiten ausreichen, um eine Situation erfolgreich zu bewältigen. Die Stressreaktion wird noch intensiver, wenn eigene Ziele und Motive gefährdet sind.

Dabei ist die Wahrnehmung einer Situation immer subjektiv. Unsere Wahrnehmung ist von Erfahrungen aus unserer Vergangenheit geprägt. Die Erfahrungen haben bestimmte Einstellungen zu Folge. Deine Mitmenschen nehmen die gleiche Situation anders wahr als du sie wahrnimmst.

Pferd als Stressor
Pferd als Stressor

Beispiel: Zwei Personen sehen ein Pferd. Die eine Person ist leidenschaftlicher Reiter. Sie sieht das Pferd als etwas Positives. Die andere Person hat schlechte Erfahrungen mit Pferden gemacht. Sie wurde vom Pferd abgeworfen und hat sich dabei verletzt. Sie sieht das Pferd aufgrund der schlechten Erfahrungen negativ. Aufgrund der schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit wird in dieser Person eine Stressreaktion ausgelöst, sie fühlt sich gestresst.

Wie du siehst handelt es sich um die exakt gleiche Situation. Der passionierte Reiter ist voll in seinem Element. Er empfindet positive Gefühle wie Glück und Freude. Die andere Person ist aufgrund der schlechten Erfahrungen voll im Stress. Ihr geht es gefühlsmäßig gar nicht gut.

Stressoren: Häufige Stress-Auslöser

Jede Person hat individuelle Auslöser für Stress. Jedoch treten bestimmte Auslöser für Stress besonders häufig auf. Diese stelle ich in diesem Abschnitt vor.

Zeitdruck

Stressor: Zeitdruck
Zeitdruck als Stressor

Zu wenig Zeit ist wohl das Muster-Beispiel für Stressauslöser. Wir haben zu viele Aufgaben, die in zu kurzer Zeit erledigt werden sollen.

Hinzu kommen Zeitfresser, die unseren Zeitplan durcheinander bringen. Beispiele dafür sind Unterbrechungen wie Telefonanrufe und Mails. Auf der Arbeit gibt es Besprechungen, die gerne länger als geplant dauern. Im Auto können Fahrtzeiten und Staus für Stress sorgen. Auch unerwartete Wartezeiten im Supermarkt oder beim Arzt können für Zeitdruck und somit für Stress sorgen.

Leistungsanforderungen

Hohe Anforderungen können von außen kommen, auf der Arbeit vom Chef oder von Kunden. Auch von uns selbst können hohe Anforderungen kommen. Beispiele dafür sind Perfektionismus und der Wunsch, alles unter Kontrolle zu haben. Diese Anforderungen sind Auslöser für Stress, wenn sie zum Zwang werden.

Beruf

Die bereits genannten Faktoren Zeitdruck und Leistungsanforderungen sind häufige Stressauslöser im Beruf. Aber im Job gibt es viele weitere Quellen für Stress.

Oft ist die Belohnung für die geleistete Arbeit zu gering. Das kann sich in einem geringen Gehalt, fehlender Anerkennung oder mangelnder Wertschätzung seitens des Vorgesetzten widerspiegeln.

Auch Änderungen wie betriebsinterne Umstrukturierungen, eine neue Arbeitsstelle, neue Prozesse und neue Technologien können Stress auslösen.

Typische Leistungsanforderungen im Job sind:

  • Druck vom Vorgesetzten
  • Mehr Aufgaben in kürzerer Zeit
  • Erhöhter Wettbewerb
  • Leistungsbewertungen
  • Ständige Erreichbarkeit

Auch ein Gefühl der Unsicherheit und die Angst vor Arbeitslosigkeit ist möglich. Das kann durch Kündigungen von Kollegen ausgelöst werden, da man dann den eigenen Job als bedroht ansieht.

Beziehungen

In die Kategorie Beziehungen fallen die eigene Familie, Freunde, Bekannte und Kollegen auf der Arbeit. Bei Beziehungen kann es zu zwischenmenschlichen Konflikten, mangelnder Anerkennung, Zurückweisung, Ungerechtigkeit und Konkurrenzverhalten kommen. Auch zu wenige oder zu viele soziale Kontakte können stressen.

Reizüberflutung

Stressor: Reizüberflutung
Reizüberflutung als Stressor

Auch eine Überflutung mit Reizen kann Stress auslösen. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig. Ein typisches Beispiel ist die Überflutung mit Informationen. Auslöser sind hier unter anderem PC, Smartphone, TV, Nachrichten, Zeitung, Social Media und Werbung. Ständig prasseln dort Informationen auf uns ein.

Auch überfüllte Geschäfte und öffentliche Verkehrsmittel sowie ständige Erreichbarkeit können für eine Reizüberflutung sorgen. Das Gehirn bekommt dann mehr Informationen, als es verarbeiten kann. In der Folge können wir nicht mehr abschalten, also nicht mehr richtig zur Ruhe kommen.

Freizeit

Stress in der Freizeit klingt zunächst paradox, ist aber weit verbreitet. Viele Deutsche tun sich schwer damit, sich in ihrer Freizeit zu erholen.

Einer der Ursachen ist, dass das Verhalten der Arbeit auf die Freizeit übertragen wird. Wenn im Vorfeld der perfekte Urlaub erwartet wird, kann es nur zu Enttäuschungen und in der Folge zu Stress kommen.

Auch wird gerne der komplette Urlaub mit Aktivitäten vollgepackt. Das ist natürlich verständlich. Man möchte ja die Urlaubszeit voll ausnutzen und so viel wie möglich erleben. Jedoch bleibt dann kaum Zeit für echte Erholung, also um wirklich abzuschalten und die Seele baumeln zu lassen.

Tipp: Eigene Stressoren herausfinden

Um den eigenen Stress-Level zu reduzieren, ist eine Selbstreflexion hilfreich. Dazu kannst Du dir die folgenden Fragen stellen:

  • In welchen Situationen gerate ich in Stress?
  • Unter welchen Umständen gerate ich in Stress?
  • Was stresst mich?

Wenn Du deine persönlichen Auslöser für Stress herausgefunden hast, kannst Du an deiner Einstellung zu diesen arbeiten.

Beispiel

Denke an die oben geschilderte Situation mit dem Pferd. Eine Person hatte in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Pferden gemacht.

Sie kann sich folgendes bewusst machen: Mein Stress wird nicht vom Pferd verursacht, sondern durch meine schlechten Erfahrungen in meiner Vergangenheit. So kann man vorsichtig und Schritt für Schritt wieder gute Erfahrungen mit Pferden sammeln. Dadurch werden die schlechten Erfahrungen ausgeglichen. So wird die Stressreaktion jedes mal geringer, bis sie schließlich ganz verschwindet.

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